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25.05.2020

Professionelle Desinfektion gefragt wie nie

Reinigen ist gut, desinfizieren ist besser – das scheint seit Beginn der Corona-Krise überall zu gelten. Experten schränken ein: In vielen Fällen reicht Seife aus, beim Händewaschen zu Hause beispielsweise. Professionelle Desinfektion aber ist wichtig.

Exoskelett

Dort, wo sich Erkrankte aufhalten, wo viele Menschen zusammenkommen, in sensiblen Bereichen. Mit Sprühlösungen, UV-Licht oder mit Hilfe aus der Luft.

„Die Krise hat uns alle darauf aufmerksam gemacht, dass eine Erweiterung von Hygienemaßnahmen nötig ist“, sagt Rijk Mallee von der EWS GmbH, die zur niederländischen EWS-Group gehört und die unter anderem professionelle Desinfektion anbietet. Ein erster Hilferuf für das Unternehmen kam aus dem stark betroffenen Italien, zur Desinfektion von Passagier- und Handelsschiffen.

 
 
EWS GmbH

Schiffe desinfizieren: Der Aufwand ist groß

Die Italien-Managerin Marta Mottin von EWS schildert, wie komplex eine Sprühdesinfektion mit Wasserstoffperoxid verläuft: „Wir wenden zwei verschiedene Verfahren an: Zum einen soll die potenzielle Ausbreitung von Viren und Bakterien verhindert werden, und zum anderen soll ein bestimmter Bereich nach einer nachgewiesenen Kontamination gesichert werden.“ Nach einer Körpertemperaturkontrolle ziehen die Arbeiter sich Schuhe mit rutschfesten Sohlen an, wasserdichte Overalls, Handschuhe sowie Vollgesichtsschutz- und Filtermasken. Mit professionellen Zerstäubern erreichen sie alle Oberflächen eines Raumes, beschädigen diese aber nicht. Nach der Arbeit werden PSA und Geräte aufwändig gereinigt, um Kreuzkontaminationen zu verhindern.



UV-Licht macht Virus den Garaus

Anderswo setzt man auf UV-Licht zur Desinfektion. Ultraviolette Strahlung wird schon lange eingesetzt, um Oberflächen oder auch Wasser zu desinfizieren. Im Rahmen des Aktionsprogrammes „Fraunhofer vs. Corona“ haben Forscher ein Gerät entwickelt, das wie eine Mikrowelle aussieht und Smartphones oder Tablets desinfiziert. Wichtig beispielsweise im klinischen Bereich, wo solche Geräte immer mehr genutzt werden. Eine Desinfektion mit Chemie wäre nicht möglich, ohne die Displays zu beschädigen. Jetzt sucht das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB Partner aus der Wirtschaft und sieht für seine Innovation außerdem Potenzial auch in der privaten und gewerblichen Nutzung sowie auf dem Eventmarkt.

 

Drohnen helfen beim Desinfizieren

Hilfe bei der professionellen Desinfektion kommt auch aus der Luft: Drohnen, die drinnen wie draußen große Flächen desinfizieren; mit Desinfektionslösungen oder UV-Licht.Das spanische Militär testet in Madrid unter anderem den Einsatz einer Agrar-Drohne vom Hersteller DJI, um Desinfektionslösungen zu versprühen.Normalerweise kommt die Drohne zur Schädlingsbekämpfung zum Einsatz oder um Dünger auszubringen. In China kamen Drohnen in Innenräumen zum Einsatz, die mit UV-Licht das Virus abtöten sollten.


Bedarf an Desinfektion wird steigen - überall aber ist sie gar nicht nötig

Rijk Mallee von der EWS Group erwartet, dass der Bedarf an Desinfektionslösungen weiter steigen wird. Experten warnen aber auch: Nicht überall sei der Einsatz auch wirklich nötig. Das in China oder Iran praktizierte Desinfizieren von Gehwegen, Autos oder Laternenmasten im öffentlichen Raum bezeichnen sie als absurd. Schließlich werde das Virus von Mensch zu Mensch übertragen.

 
 

Autor: Andreas Eisinger | Datum: 25. Mai 2020

 

Über die Arbeitsschutz Aktuell

Die Arbeitsschutz Aktuell findet vom 6.– 8. Oktober 2020 mit Fachmesse und Kongress in der Messe Stuttgart statt. Der dreitägige Kongress steht unter dem Motto „Sicher und gesund arbeiten“. Die Arbeitsschutz Aktuell 2020 in Stuttgart erwartet über 10.000 Fachbesucher, 300 Aussteller und 1.000 Kongressteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. (FASI) ist ideeller Träger der des Fachkongresses. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI) ist Dachverband der drei Organisationen „Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter“ (VDGAB), „Verein Deutscher Revisions-Ingenieure“ (VDRI) und „Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit“ (VDSI). Seit ihrer Gründung 1972 ist die HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH Veranstalter der Arbeitsschutz Aktuell.

 
 

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