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08.06.2020

Arbeitsschutz in Corona-Krise: „Nicht nur Notfalllösungen, nur um eben mal etwas zu überbrücken“

Der Bedarf an Trennwänden und Hygienebedarf ist enorm seit Beginn der Corona-Krise. Ob im Kundenkontakt oder im Großraumbüro – Unternehmen mussten sich eilig mit einer Erstausstattung eindecken.

Ein kurzfristiges Geschäft in den Bereichen Hygiene und Infektionsschutz wird es aber nicht bleiben, ist sich Ferdinand Munk, Geschäftsführer der GÜNZBURER STEIGTECHNIK GmbH, sicher. Viele Lösungen würden sich langfristig etablieren. Das Günzburger Unternehmen hat mit Beginn der Krise in Windeseile sein Produktportfolio erweitert und unter Beweis gestellt, wie flexibel die Branche reagieren kann.

Günzburger Steigtechnik

Sie bieten Produkte an, die Feuerwehrleuten bei der Menschenrettung helfen, im Flugzeugbau zum Einsatz kommen oder um große Höhen zu überwinden – jetzt aber auch Hygiene-Rollcontainer und Trennwände. Wie verlief die Entwicklung in kurzer Zeit?

Wir sind seit jeher vielfältig aufgestellt – denn nahezu jedes Gewerk braucht etwas, um in die Höhe oder Tiefe steigen zu können. In unserem Rettungstechnik-Sortiment bieten wir neben Feuerwehrleitern auch Rollcontainer zur Transportlogistik an. Der Rollcontainer basiert auf einer Reihe von Standardvarianten, kann aber individuell bestückt werden. Deshalb war es uns jetzt schnell möglich, das Konzept für einen Hygiene-Rollcontainer zu entwickeln. Aus den Profilen der Container wiederum lassen sich auch allerhand andere Lösungen zaubern, so kamen wir zu den mobilen Trennwänden. Zunächst, um uns selbst Schutzmaßnahmen zu ermöglichen: im Eingangsbereich, am Kundenempfang oder in der Kantine. Auch bei den Trennwänden arbeiten wir mit Standardmodellen, die individuell anpassbar sind. Ob für den Schreibtisch oder die Theke, aber auch um ganze Bereiche einzuhausen.

Ferdinand Munk, Günzburger Steigtechnik GmbH
Ferdinand Munk, Günzburger Steigtechnik GmbH

Zu welchem Zeitpunkt der Krise wurde Ihnen klar, dass Sie mit Ihrer Expertise konkret helfen können?

Das wurde uns sehr früh bewusst, deshalb waren wir schon vor Beginn des „Shutdowns“ soweit mit unseren Lösungen, dass diese nur noch den letzten Schliff benötigt haben. Mit Beginn des „Shutdowns“ waren wir dann lieferfähig. Das war auch wichtig, um dem stationären Handel, auf den wir stark setzen, in dieser schwierigen Situation schnell einen neuen Absatzkanal zu ermöglichen.

Wie werden die Produkte angenommen?

Wir haben eine durchweg große Nachfrage. Bei den Rollcontainern kommt die Nachfrage verstärkt von Rettungs- und Hilfsorganisationen, weil wir da durch unsere Produkte einen großen Bekanntheitsgrad haben. Aber auch Vereine oder kommunale Einrichtungen fragen an, die Container anschaffen wollen, um sie flexibel für jede Veranstaltung einsetzen zu können. Die Nachfrage nach den Trennwänden kommt aus den unterschiedlichsten Bereichen, weil natürlich jeder Bereich mit Publikumsverkehr von der Situation betroffen ist – ob Supermarkt, Tankstelle, Blumenladen oder Versicherungsagentur.

Planen Sie, weitere innovative Lösungen im Bereich Hygiene/Infektionsschutz anzubieten?

Wir werden im Bereich der Trennwände stetig das Sortiment ausweiten und haben ganz neu unser Sortiment für Rettungskräfte um einen Rollcontainer für die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung am Einsatzort erweitert. Einsatzkleidung oder Materialien können direkt an der Einsatzstelle sauber getrennt werden, die Verschleppung von Kontamination durch Brandrauch oder austretende Flüssigkeiten wird vermieden.

 

Wie wird sich der Bedarf an Lösungen in den Bereichen Ihrer Einschätzung nach langfristig entwickeln?

Wir glauben nicht, dass das eine kurzfristige Entwicklung ist. Sicher, im Moment ist der Bedarf auch deshalb groß, weil jeder sich mit einer Erstausstattung versorgen muss. Aber wir sehen, dass es auch nach der Corona-Krise ein Umdenken geben wird und man mehr auf Hygiene und Abstand achten wird. Wir sprechen also nicht von schnellen Notfalllösungen, um mal eben etwas zu überbrücken – viele Lösungen werden sich dauerhaft etablieren.

 
 

Autor: Andreas Eisinger| Datum: 08. Juni 2020


Über die Arbeitsschutz Aktuell

Die Arbeitsschutz Aktuell findet vom 6.– 8. Oktober 2020 mit Fachmesse und Kongress in der Messe Stuttgart statt. Der dreitägige Kongress steht unter dem Motto „Sicher und gesund arbeiten“. Die Arbeitsschutz Aktuell 2020 in Stuttgart erwartet über 10.000 Fachbesucher, 300 Aussteller und 1.000 Kongressteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. (FASI) ist ideeller Träger der des Fachkongresses. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI) ist Dachverband der drei Organisationen „Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter“ (VDGAB), „Verein Deutscher Revisions-Ingenieure“ (VDRI) und „Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit“ (VDSI). Seit ihrer Gründung 1972 ist die HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH Veranstalter der Arbeitsschutz Aktuell.

 
 

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